Arbeitsbereiche und Projektbeispiele

Die Beratungsgesellschaft  NATUR stellt die Leistungen verschiedener Arbeitsbereiche zur Verfügung:

Schwerpunkt ist die Erfassung, Bewertung und Dokumentation von Biotopen, Tier- und Pflanzenarten. Unser Wirken zeichnet sich durch eine persönliche und unabhängige Beratung und wirtschaftliche Mittelverwendung aus.

In naturwissenschaftlichen Fragen kooperieren wir mit ausgewählten Lehrstühlen deutscher Fachhochschulen  und Universitäten, wie dem Institut für Ökologie an der UNI Mainz, bei agrarwissenschaftlichen Fragen mit dem Fachbereich Ökologie der ehemaligen Landesanstalt für Pflanzenbau und Pflanzenschutz (LPP,  jetzt DLR Standort Bad Kreuznach). Projektbezogen arbeiten wir mit verschiedenen anderen Planungsbüros, Einrichtungen und Fachgutachtern zusammen.

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Arbeitsbereich Naturschutzmanagement / Ökologische Bauleitplanung

Biotopbetreuung/FUL

Die Instrumentarien für die Pflege schützenswerter Lebensräume in Rheinland-Pfalz, die Biotopberatung im "Förderprogramm umweltschonende Landbewirtschaftung" (FUL) und das Biotoppflegemanagement, gehören seit dem Beginn dieser rheinland-pfälzischen Naturschutzprogramme zu den Betätigungsfeldern der Gesellschafter der Beratungsgesellschaft NATUR.

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Dem Pflegemanagement müssen die Entwicklungsplanung und die Pflegeplanung vorangestellt werden. Die Grundlage letztgenannter Planungen ist die Biotopkartierung, Biotoptypenkartierung und Stadtbiotopkartierung, alles Arbeitsbereiche die von der Beratungsgesellschaft NATUR durchgeführt werden.
Die Planung, Organisation und die Koordination der Pflegearbeiten in verschiedenen Landkreisen von Rheinland-Pfalz stellen ein weiteres Arbeitsfeld der Beratungsgesellschaft NATUR dar. 
Dies sind z.B. Rekultivierung von Magerrasenbiotopen durch landwirtschaftliche Extensivnutzung entlang des Mittelrheins und in Bereichen des Lahntals, Habitatpflege im Würfelnattervorkommen an der Lahn, Konzeption mehrerer Beweidungssysteme mit einer Schafherden (ca. 500 Tiere, Mittelrhein; ca. 600 Tiere, Alsenztal) und einer großen Ziegenherde (ca. 550 Tiere, Mittelrhein und Lahntal) sowie die Umsetzungsplanung im Alsenztal. Das Biotoppflegemanagement beinhaltet auch die Steuerung und Planung eines sanften Tourismus in den betreuten Landschaftsbereichen.

 

GIS-gestützte Geländeerfassung 

Die Beratungsgesellschaft NATUR erstellt zur Zeit in Zusammenarbeit mit den Struktur- und Genehmigungsdirektionen Nord und Süd ein "Geografisches Informations-System" der naturschutzgewidmeten landeseigenen Liegenschaften für das Bundesland Rheinland-Pfalz. 
Dazu zählt die Recherche und die Erfassung der verwaltungstechnischen Daten der Flurstücke bei verschiedenen Behörden, der Aufbau einer entsprechenden Datenbank, die Digitalisierung der Flurstücke auf entsprechenden Landkarten, die Verschneidung der Datenbank mit den geografischen Daten, die Bereisung der Flächen zwecks Erfassung der landespflegerischen Daten (z.B. Biotoptyp) und Anfertigung des dazu gehörenden digitale Fotos zur Visualisierung.

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GPS-gestützte GIS-Erfassung 

Gerade in großen Parzellen und unübersichtlichen Lagen ist eine exakte Verortung von Biotopen oder Messpunkten nur schwer möglich. Mittels hochgenauer GPS-Geräte und angeschlossener Organizer können direkt im Gelände die Daten ins GIS erfasst werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: die bereits vorhandenen Daten sind im Feld mit dabei, bei der Direkterfassung werden Übertragungsfehler aus Feldprotokollen vermieden. Darüber hinaus können Rasterdaten (Luftbilder, Flurkarten, TK...) als Hintergrund mitgeführt werden. 

Wir verwenden derzeit eine Leica GPS5+ 12 Kanal GPS-Empfänger, der je nach Bedarf an den angeschlossenen Palm-Organizer oder Tablet-PC die Daten liefert. Die Genauigkeit liegt bei etwa 1m. Als Erfassungsprogramme dienen ArcPad und Arc-Map 9.2.

Beipiel: Metergenaue Kartierung potentieller Fledermausquartierbäume im Bereich der geplanten Landebahnverlängerung des Flughafens Frankfurt-Hahn im Hunsrück.

 

Evaluation

Schutzgebietsausweisungen, aber auch der Einsatz öffentlicher Gelder bedürfen allein schon im Interesse des Steuerzahlers einer Überprüfung auf Sinnhaftigkeit. Im Rahmen von Zielerreichungskontrollen (Evaluation) werden von uns naturschutzrelevante Fragenstellungen zum Beispiel im Rahmen der EU-Förderprogramme umweltschonende Landbewirtschaftung untersucht. 

Aber auch die Weiterentwicklung der Auswertungsprogramme, Eingabe und Auswertung erhobener landwirtschaftlicher Daten zählen zu unserem Tätigkeitsfeld.

Insect-Vac in Rommersheim

 

Straßenbau und Fledermäuse (OU Hönningen)

Im ehemaligen Bahnhof von Hönningen/Ahr befand sich eine Sommerkolonie des Großen Mausohrs. Auf dem Bahndamm der stillgelegten Bahnstrecke sollte die Ortsumgehung Hönningen errichtet werden. Durch umfangreiche Attrappenversuche wurden Lösungsmöglichkeiten erarbeitet, damit die Fledermäuse die geplante Trasse für Mensch und Tier gefahrlos queren können. 

 

Ökologische Bauleitplanung

Wir beraten vor, während und nach Baumaßnahmen. Dabei steht die Minimierung  des Eingriffs für die lokale Population immer im Fokus unserer Arbeit. Lässt sich dies aus übergeordneten Gründen  nicht erreichen, ist die Umsiedlung der betroffenen Tier- und Pflanzengruppen die zweite Lösung. Möglich und in der Praxis angewendet ist dies zum Beispiel bei Diptam, Zauneidechse, Mauereidechse, Heuschrecken, Feldhamster und anderen "FFH-Anhang-4-Arten".
Dabei müssen Zeitpunkt und Art der Baumaßnahme meist auf den Jahreszyklus der betroffenen Arten abgestimmt werden. 

ökologische Bauleitplanung, Mauereidechsenumsiedlung, Zauneidechsenumsiedlung, Hamsterumsiedlung, Mauereidechsen, Zauneidechsen, Hamster, Umsiedlung

Planungsbeiträge Zoologie, Botanik, Landespflege

Bestimmung von Phyto- und Zooplankton stehender Gewässer und Erfassung physikalischer und chemischer Gewässerparameter. Der Schutz von Gewässern als Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Menschen (Laichplätze, Tränke- und Badegelegenheit, Nahrungsreserven etc.) ist ein elementarer Bestandteil des Umweltschutzes. 
Zur Erhaltung gesunder und Wiederbelebung verschmutzter Gewässer müssen die natürliche Ökologie sowie die Art der Belastungen bzw. Gefährdungen bekannt sein. Qualitative und quantitative Untersuchungen von Seen dienen zur Feststellung von Trophiegraden und damit von Belastungen von Gewässern. 
Zu den Arbeitsschwerpunkten der Beratungsgesellschaft NATUR gehört z.B. die Bestimmung von Phyto- und Zooplankton stehender Gewässer sowie die Erfassung physikalischen und chemischen Parameter. Aus den Untersuchungsergebnissen folgt häufig die Suche nach der Quelle der Verschmutzung (landwirtschaftliche Nutzung des Einzugsgebietes, Freizeittourismus, Fischerei, Straßenabwässer).

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Arbeitsbereich Forschung

Grundlagenforschung und angewandte Forschung 

Naturwaldreservate Bodenfauna und Fledermäuse

Mit dem Ziel, Waldteile mit ursprünglichen Waldgesellschaften ohne eine weitere menschliche Beeinflussung zu erhalten, wurden erstmals 1966 in Rheinland-Pfalz fünf kleine Naturwaldzellen ausgewiesen. In den Folgejahren sind schwerpunktmäßig in Süden des Landes weitere Flächen hinzugekommen. Neben dem Schutz besonders wertvoller Biotope sollten Naturwaldreservate NWR, wie sie heute bundesweit einheitlich genannt werden,  zunehmend standortstypische Lebensgemeinschaften repräsentieren. So sind derzeit (1996) 42 Flächen mit 502 ha eingerichtet.

Seit 1990 werden hier von uns bodenzoologische Bestandsaufnahmen durchgeführt. In einem weiterem aktuellen Projekt wird die Methodik der Fledermauserfassung in Waldbiotopen einer kritischen Betrachtung unterzogen.

Amphibien- und Fledermausschutz

Zum Thema Amphibienschutz beim Straßenbau liegt von unserem Büro zum Beispiel ein Forschungsbericht zum F&E- Projekt der Bundesanstalt für Sraßenwesen (bast) aus dem Jahre 2001 vor: Fuhrmann & Nemnich: Untersuchungen der Wirksamkeit von Amphibienschutzmaßnahmen (B49 bei Koblenz). - Forschung Straßenbau und Straßenverkehrstechnik, Heft 814: 1-116, Bonn. Ergebnisse der dreieinhalbjährigen Untersuchung flossen unter anderen in die Neuauflage des Merkblattes zum Amphibienschutz an Straßen (MAmS 2000) vom Bundesministerium für Verkehr ein.

Unser Büro war bei Teilprojekten des F&E Projektes des Bundesamtes für Naturschutz "Ökologie und Schutz von Fledermäusen in Wäldern" beteiligt. Hierbei ging es zum einen, um die Erstellung einer bundesweiten Beringungsdatenbank (Kiefer & Hutterer 2002 im Druck), zum anderem um die Populationsdynamik waldbewohnender Fledermausarten im nördlichen Oberrheingraben (Fuhrmann, Godmann, Kiefer, Schreiber & Tauchert 2002 im Druck) sowie um Telemetrische Untersuchungen zur Quartierwahl und Jagdhabitat-Analyse (Fuhrmann, Schreiber & Tauchert 2002 im Druck).

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Arbeitsbereich Öffentlichkeitsarbeit und Umweltkommunikation

Dieser Fachbereich ist aus den vielfältigen praktischen Aufgaben und Erfahrungen der BG NATUR geboren. Er steht für persönliche, individuelle, kompetente  und vor allem zielorientierten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. 

Wir beraten und betreuen  in allen Fragen der Kommunikation. Wir erarbeiten  zielgruppenspezifische Konzepte und setzen diese auch um. 

Das Angebot reicht von Bürgerinformation über Pressemeldung und Pressekonferenz bis hin zur Organisation zielgruppengerechter Veranstaltungen. Wir setzen uns ein für eine rechtzeitige und verständliche Information der Öffentlichkeit. Dabei verstehen wir uns aber auch als Mittler zwischen den Belangen unserer Auftraggeber und dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit, vor allem bei umweltrelevanten Themen und der Übersetzung schwieriger naturwissenschaftlicher Zusammenhänge.

Referenzen: 
Infoblätter für veschiedene NSGs, Naturschutzprojekte und -verbände

Infotafeln zu Thema  Fledermäuse und Naturschutzgebiete

Exkursionen über Amphibien, Fledermäuse

Gebietsführungen in Rheinland-Pfalz

Infoveranstaltungen

Ausstellungen z.B. Äskulapnatter

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